Man hört heutzutage immer mehr tolle Tipps und Tricks, wie man nun endlich zu der gewünschten Traumfigur kommen soll. Nicht nur die ganzen Hochglanz-Magazine machen uns mit ihren unterschiedlichen Diäten verrückt, natürlich hat auch der Onkel oder der Nachbar die besten Ideen zum Abnehmen, wenn man erzählt, dass man sich etwas zu dick fühlt. Eine mittlerweile gern eingesetzte Methode zum Abnehmen sind Abnehm- und Diätpillen. Diese sollen dabei helfen, endlich schlank zu werden. Doch kann man alleine mithilfe dieser Tabletten abnehmen?

Was die Pillen leisten

Zuerst einmal muss natürlich gesagt werden, dass es unzählige vabnehmpillenerschiedene Anbieter für solche Diätprodukte gibt und man kann kaum eine allgemein gültige Aussage treffen, die alle als „Abnehmpillen“ bezeichnete Nahrungsergänzungsmittel einbezieht. Noch dazu gibt es viele unterschiedliche Wirkstoffe in den Präparaten, die zudem auch unterschiedliche Ziele verfolgen. Drei der wichtigsten Ziele sind die folgenden:

  • Kalorienverbrauch steigern
  • Appetit zügeln
  • Verdauung hemmen

Bevor man sich solche Pillen einschmeißt, sollte man unbedingt klären, welche Wirkung die Produkte tatsächlich erbringen und in welche Kategorie diese einzuordnen sind. Fatburner werden z.B. jene Nahrungsergänzungsmittel genannt, die die Steigerung des Kalorienverbrauchs zum Ziel haben, gern eingesetzte Wirkstoffe sind beispielsweise: Chili, Pfeffer, grüner Kaffebohnenextrakt und Koffein. Diese wirken zumeist anregenden auf Konzentration und Stoffwechsel und steigern somit die Aktivität und den Kalorienverbrauch. Andere Diät-Tabletten, die beispielsweise hohe Mengen an Ballaststoffen enthalten, z.B. den Konjak-Extrakt Glucomannan, helfen dabei, den Appetit zu zügeln. Hier ist auch die richtige Einnahme der Tabletten entscheidend, um die entsprechende Wirkung zu erzielen. Für die dritte Kategorie gibt es verschiedene Ansätze, die versuchen, die aufgenommenen Nährstoffe im Verdauungssystem zu blockieren, damit die darin enthaltenen Energiewerte nicht für den Körper zugänglich gemacht werden können. Der Faserstoff Chitosan ist beispielsweise dafür bekannt, Fett absorbieren zu können. Die absorbierten Fettzellen werden von dem Chitosan vor den Verdauungssäften und Enzymen des menschlichen Verdauungssystems geschützt und somit werden Teile der aufgenommenen Fette unverdaut wieder ausgeschieden. Dadurch lässt sich natürlich eine gewisse Menge an Kalorien einsparen.

Was die Tabletten zum Abnehmen nicht leisten können

Wenn wir nun wissen, was die Mittel leisten können, ist es natürlich interessant zu erfahren, was die denn nicht leisten. Ganz klar ist, die Tabletten können nicht alleine zum Wunschgewicht führen. Die Gründe dafür sind ganz klar, denn letztlich hat der Mensch alles selbst in der Hand. Was bringt ein gesteigerter Kalorienverbrauch wenn der Patient währenddessen einfach seine Kalorienaufnahme ebenfalls erhöht. Was bringt es, Teile der aufgenommenen Fette „unnutzbar“ zu machen, wenn der Mensch diese Kalorien einfach durch andere Nährstoffe ersetzt. In letzter Instanz entscheidet der Patient selber, wie gut diese Abnehmmittel wirken können. Es gibt keine Tablette, die einfach zu einem stetigen Gewichtsverlust führt, ohne dass der Mensch etwas dafür tun müsste.

Denn die Diätpillen leisten einen Beitrag, aber nur einen geringen. Die Hauptarbeit muss der Verbraucher selber leisten. Die Diätprodukte sind also Unterstützer. Unterstützung hilft aber immer nur dann, wenn der zu unterstützende auch konsequent an den gleichen Zielen arbeitet.

Wie nehme ich mit Diätpillen ab?

Sport zum Abnehmen wichtigEs ist eigentlich ganz einfach, alles das, was zur Gewichtsabnahme wichtig ist, ist auch bei der zusätzlichen Einnahme von Diätpillen wichtig. Die Grundlagen zum Abnehmen müssen dennoch eingehalten werden. Dazu zählen, aber nicht ausschließlich, eine ausgewogene Ernährung mit einem Kaloriendefizit und ein gewisses Aktivitäts- oder Sportlevel. Die Nahrungsergänzungsmittel dienen nur dazu, die Arbeit vielleicht etwas zu erleichtern oder die Ziele schneller erreichbar zu machen, sie nehmen dem Verbraucher aber nicht komplett die Arbeit ab.

Wundermittel zum AbnehmenGerade im Frühling, wenn wir alle mit unseren vollgefutterten Bäuchen aus dem Winterschlaf erwachen, stehen im Fernsehen und auf den Covern der Boulevard-Magazine Traumbodies mit einem Colgate-Lächeln und wollen uns erzählen, wie wir auch unsere Traumfigur – unseren Traumkörper erreichen können. Ja, geht’s noch? Die wollen uns weiß machen, dass wir in den 3 Monaten, die noch bleiben, bevor die Freibäder aufmachen plötzlich zum Supermodel werden? Natürlich nicht einfach so, sondern mit tollen Hilfsmitteln. Entweder modern-klassischen Diät-Konzepten wie der Kohlsuppen- oder der Ananas-Diät oder mit anderen Wundermitteln wie Sportgeräten und Pülverchen.

Doch was ist da denn wirklich dran?

Gibt es Mittel und Wege, um schneller und einfacher abzunehmen?

Die Antwort darauf lautet: Ja – aber. Denn es gibt Mittel, aber es gibt keine Wundermittel. Es gibt kein Mittel, dass die Pfunde von alleine schmelzen lässt. Zuletzt ist immernoch der Konsument selber gefordert und muss auch seinen Beitrag dazu leisten. Denn das tolle Cardiogerät bewegt sich auch nicht von selber und die Diät-Shakes bringen auch nichts, wenn ich anschließend noch 2 Hamburger reinhaue.

Diät-Pillen helfen, wenn man sie lässt

Gerne auch mit dabei, bei der dreisten Werberei, sind auch Anbieter für Diät-Pillen. Und damit die auch reichlich gekauft werden, muss dem Konsumenten natürlich das Blaue vom Himmel versprochen werden. 20 Kilo in 2 Monaten ohne Sport und Hunger sind da gerne zu hören. Das ist natürlich Fantasie, die leider häufig dazu führt, dass die Vorstellungen und Erwartungen der Konsumenten viel zu hoch hängen. Die anschließende Ernüchterung sorgt dann wieder für eine regelrechte Talfahrt, die anschließend eventuell für noch schlimmere Ergebnisse sorgt. Aber trotzdem muss man sagen: Ja, es gibt Abnehmpillen, die beim Abnehmen helfen. Aber: Sie machen es nicht alleine. Denn der Abnehmwillige muss natürlich, egal welche Wundermittel er einwirft, selber kräftig mitarbeiten.

Denn alles das, kann immer nur eine Unterstützung sein. Die Stütze aber, die ist der Konsument selbst.